Zum Inhalt springen

„Genussplaudern statt Schlangestehen“

„Genussplaudern statt Schlangestehen“

Der gleichnamige Artikel von Ulrike Kolter, erschienen in Heft Nr. 3/2025 der Zeitschrift „Die Deutsche Bühne“, beschreibt das bundesweit einmalige gastronomische Konzept des Staatstheaters Mainz und schildert ausführlich, wie dadurch Theaterbesuch und kulinarischer Genuss miteinander verbunden werden können. Im Mittelpunkt stehe die neu organisierte Pausenversorgung, stellt die Autorin fest. Während in vielen Theatern lange Warteschlangen an den Bars den Aufenthalt im Foyer erschwerten, setze das Staatstheater Mainz auf ein Selbstbedienungssystem. Getränke und kleine Speisen stünden bereits bereit, sodass die Besucherinnen und Besucher ihre Pausenzeit ohne Anstehen nutzen könnten. Dies sorge für eine entspannte Atmosphäre und fördere Gespräche und Austausch im Publikum.

Gastronomisches Konzept

Das gastronomische Konzept sei, führt Ulrike Kolter in ihrem Artiekl aus, Teil der Gesamtstrategie des Intendanten Markus Müller, der das Theater als Ort der Begegnung verstehe. Essen und Trinken trügen dazu bei, das Foyer als lebendigen Raum für gesellschaftlichen Austausch zu öffnen. Finanziert werde das System über eine Gastropauschale von sieben Euro, die im Ticketpreis enthalten sei. Die Ticketpreise seien sozial ausgewogen angepasst worden. Das Kombiticket habe sich als erfolgreich erwiesen, was sich unter anderem in steigenden Abonnentenzahlen zeige.

Ein besonderes Merkmal sei die organisatorische Struktur, da die gesamte Gastronomie zum Staatstheater gehöre. Alle Mitarbeitenden, einschließlich des Personals im Restaurant „Zum grünen Kakadu“, seien beim Theater angestellt. Dadurch könnten gastronomische Angebote eng mit dem Spielplan verknüpft werden, etwa durch thematische Speisen zu Premieren.

Das Theaterrestaurant „Zum grünen Kakadu“ biete eine hochwertige Küche zu moderaten Preisen und werde sowohl vom Theaterpublikum als auch von externen Gästen besucht. Auch die Mitarbeitenden des Theaters profitierten von dem Konzept, da die Kantine dasselbe Essen wie das Restaurant anbiete, jedoch stark vergünstigt. Dies stärke das Gemeinschaftsgefühl und diene als zusätzlicher Anreiz für die Beschäftigten.

Ergänzt werde das Angebot durch die Kakadu Bar, eine Veranstaltungsbar mit Lesungen, Konzerten und szenischen Formaten. Die flexible Raumgestaltung ermögliche vielfältige Nutzungen, und der direkte Austausch zwischen Publikum und Künstlerinnen und Künstlern sei fester Bestandteil des Programms.

Fazit

Insgesamt zeigt die Autorin, dass das Staatstheater Mainz mit seinem Gastronomiekonzept neue Wege geht und beispielhaft vorführt, wie Theater als kultureller und sozialer Treffpunkt funktionieren kann.