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Verena Tönjes für renommierten ICMA-Preis nominiert

Verena Tönjes für renommierten ICMA-Preis nominiert

Die Mainzer Mezzosopranistin Verena Tönjes und die Pianistin Daria Tudor dürfen sich über eine besondere Auszeichnung freuen: Ihre 2024 beim SWR produzierte CD „Songs of the Clown“ ist für die International Classical Music Awards (ICMA) in der Kategorie Vocal Music nominiert. Damit treten sie in einem hochkarätig besetzten Feld internationaler Künstlerinnen und Künstler an, darunter beispielsweise auch Magdalena Kožená.

Ein außergewöhnliches CD-Projekt aus Mainz

Am 1. Februar 2025 stellten Tönjes und Tudor ihr Album in der Kakadu Bar des Mainzer Staatstheaters erstmals vor. Die CD erschien beim Label Solo Musica, produziert in Kooperation mit SWR Kultur. Die Idee zu diesem Projekt stammt von SWR-Musikredakteurin Sabine Fallenstein, vielen Mainzerinnen und Mainzern als Moderatorin des Theater Talks bekannt. Die Stiftung Mainzer Theaterkultur unterstützte die Produktion mit 2.000 Euro.

Inhaltlich widmet sich „Songs of the Clown“ einer vielschichtigen Figur der Theaterwelt: dem Clown. Werke von Ethel Smyth, Erich Korngold, Robert Schumann und Eduard Künneke beleuchten seine poetische Ambivalenz – zwischen Melancholie, Zerrissenheit und künstlerischem Glanz.

Begeisterte Resonanz in der Fachpresse

Die Aufnahme wurde von der Kritik hervorragend aufgenommen. Das Magazin Pizzicato zeichnete das Album mit dem Supersonic Award aus und lobte die „exquisite Darbietung“ von Verena Tönjes, ihre farbenreiche Stimme und die große dynamische Bandbreite. Auch das Zusammenspiel mit Daria Tudor fand besondere Anerkennung: stilistisch sicher, abwechslungsreich und musikalisch auf höchstem Niveau.

Bedeutung der ICMA

Die International Classical Music Awards gehören zu den wichtigsten Preisen der Klassikszene. Eine unabhängige Jury aus europäischen Musikjournalisten bewertet jedes Jahr Hunderte Neuerscheinungen. Nominiert werden nur Produktionen, die in künstlerischer Qualität, technischer Umsetzung und interpretatorischem Anspruch herausragen.

Für Musikerinnen und Musiker gilt eine ICMA-Nominierung als bedeutender Schritt für die internationale Karriere. Die Preisträger werden nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren bestimmt und im Rahmen eines festlichen Gala-Konzerts geehrt, das jährlich in einer anderen europäischen Stadt stattfindet.

Ein starkes Zeichen für die Mainzer Musikszene

Mit der Nominierung von Verena Tönjes und Daria Tudor rückt einmal mehr die lebendige Mainzer Kulturlandschaft in den Fokus. „Songs of the Clown“ zeigt, wie künstlerische Qualität, originelles Konzept und regionale Unterstützung zusammenwirken können – und nun europaweit Anerkennung finden.