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Theater-News

Stadtschreiber Sven Regener: Lesung aus seinem neuen Buch FRANKIE UND FREDDIE im Großen Haus

Wenn im September Sven Regeners neuer Roman Frankie und Freddie erscheint, hat der bekannte Schriftsteller und Musiker sein Amt als 41. Mainzer Stadtschreiber bereits angetreten und sich in der Stadt bestenfalls gut eingelebt. Am 10. Oktober 2026 stellt er seine neue Geschichte im Rahmen der Reihe „Büchermesse c/o Staatstheater “ dem Mainzer Publikum persönlich vor, und zwar im Großen Haus des Staatstheaters um 19.30 Uhr. Mit gewohnter hanseatischer Trockenheit liest er von der Odyssee zweier Brüder durch das Westberlin der 1980er Jahre, einer Stadt zwischen den Welten, einem Ort von Spaß und Kälte, Trotz und Anarchie, Resignation und Überlebenswillen. Frankie und Freddie Lehmann, zwei Brüder aus Bremen, in Westberlin, im Jahr 1980. Während der eine seit Wochen damit beschäftigt ist, in Kreuzberg Fuß zu fassen, will der andere weiterziehen nach New York, musste aber erst einmal am Kudamm im Probandenhotel wohnen und als Versuchskaninchen für Antidepressiva herhalten. Jetzt, einen Tag vor Heiligabend, hat er Angst vor Menschen, kann nicht mehr U-Bahn fahren und verliert eine wichtige Tasche. Tickets sind ab sofort online über www.staatstheater-mainz.com oder an der Theaterkasse erhältlich.

Spielplan des Staatstheaters für 2026/27

Die Spielzeit 2026/27 am Staatstheater Mainz spannt einen großen Bogen zwischen Klassik und Gegenwart, zwischen politischem Theater, großen Opernstoffen, innovativem Tanz und starken Positionen für junges Publikum. Uraufführungen, deutschsprachige Erstaufführungen und internationale Handschriften prägen ebenso das Programm wie Wiederaufnahmen erfolgreicher Produktionen der vergangenen Jahre. Musiktheater Im Musiktheater stehen große Mythen, literarische Vorlagen und zeitgenössische Perspektiven nebeneinander. Richard Wagners „Lohengrin“ eröffnet die Saison im Großen Haus: das romantische Werk um Schuld, Vertrauen und Erlösung zählt zu den zentralen Opern des 19. Jahrhunderts und fordert Chor, Orchester und Solist:innen gleichermaßen. Mit „In der Strafkolonie“ nach Franz Kafka bringt Philip Glass einen düsteren, minimalistischen Opernstoff auf die Bühne. Die Oper reflektiert Macht, Schuld und Gewalt in einer beklemmenden musikalischen Sprache. Ein weiterer Klassiker folgt mit „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart – das zeitlose Spiel um Verführung, Moral und Verantwortung. Zeitgenössische Musiktheaterformen vertreten „Antarctica“ von Mary Finsterer und Tom Wright (deutsche Erstaufführung), das sich mit Extremräumen, Klimafragen und menschlicher Grenzerfahrung auseinandersetzt, sowie „Doctor Atomic“ von John Adams, eine Oper über die moralischen Konflikte rund um die Entwicklung der Atombombe. Mit „Titanic – Das Musical“ hält außerdem das große Broadway-Erzähltheater Einzug ins Große Haus. Die Geschichte des legendären Ozeandampfers verbindet private Schicksale mit historischer…

Heidi Pohls Abschied mit der Fastnachtsposse „Rambazamba“

Foto: Michael und Yannick Pohl

Für Mainzer Theaterfreunde und Fastnachter markiert der Februar 2026 einen historischen Wendepunkt. Seit 1838 ist die Fastnachtsposse ein unerschütterlicher Pfeiler der Stadtkultur – und fast drei Jahrzehnte lang trug sie die unverkennbare Handschrift einer Frau: Heidi Pohl. Nach 27 Jahren am Regiepult verabschiedet sie sich in dieser Spielzeit mit dem Stück „Rambazamba in der Residenz“ in den wohlverdienten Ruhestand.

„Genussplaudern statt Schlangestehen“

Der gleichnamige Artikel von Ulrike Kolter, erschienen in Heft Nr. 3/2025 der Zeitschrift „Die Deutsche Bühne“, beschreibt das bundesweit einmalige gastronomische Konzept des Staatstheaters Mainz und schildert ausführlich, wie dadurch Theaterbesuch und kulinarischer Genuss miteinander verbunden werden können. Im Mittelpunkt stehe die neu organisierte Pausenversorgung, stellt die Autorin fest. Während in vielen Theatern lange Warteschlangen an den Bars den Aufenthalt im Foyer erschwerten, setze das Staatstheater Mainz auf ein Selbstbedienungssystem. Getränke und kleine Speisen stünden bereits bereit, sodass die Besucherinnen und Besucher ihre Pausenzeit ohne Anstehen nutzen könnten. Dies sorge für eine entspannte Atmosphäre und fördere Gespräche und Austausch im Publikum. Gastronomisches Konzept Das gastronomische Konzept sei, führt Ulrike Kolter in ihrem Artiekl aus, Teil der Gesamtstrategie des Intendanten Markus Müller, der das Theater als Ort der Begegnung verstehe. Essen und Trinken trügen dazu bei, das Foyer als lebendigen Raum für gesellschaftlichen Austausch zu öffnen. Finanziert werde das System über eine Gastropauschale von sieben Euro, die im Ticketpreis enthalten sei. Die Ticketpreise seien sozial ausgewogen angepasst worden. Das Kombiticket habe sich als erfolgreich erwiesen, was sich unter anderem in steigenden Abonnentenzahlen zeige. Ein besonderes Merkmal sei die organisatorische Struktur, da die gesamte Gastronomie zum Staatstheater gehöre. Alle Mitarbeitenden, einschließlich des…